ADHS ist mehr als eine Schwierigkeit mit Konzentration.
Im Alltag können insbesondere Aufmerksamkeitssteuerung, Planung, Organisation, Aufgabenbeginn, Impulskontrolle und Selbststeuerung belastet sein.
Viele Betroffene wissen sehr genau, was sie tun möchten – erleben jedoch Schwierigkeiten, dieses Wissen zuverlässig in Handlung umzusetzen.
Typische Herausforderungen können sein:
- Aufgaben beginnen und abschließen
- Prioritäten setzen
- Zeit realistisch einschätzen
- Ablenkungen regulieren
- Prokrastination
- impulsives Verhalten
- emotionale Überforderung
- Selbstorganisation
Deshalb steht in der Verhaltenstherapie nicht die Frage im Mittelpunkt:
„Warum funktioniert das nicht einfach?“
Sondern:
„Unter welchen Bedingungen entstehen Schwierigkeiten – und welche Strategien funktionieren im tatsächlichen Alltag?“
Wie Verhaltenstherapie helfen kann
Verhaltenstherapie setzt insbesondere dort an, wo ADHS zu konkreten Beeinträchtigungen führt.
Mögliche Schwerpunkte sind:
- Planung und Organisation
- Zeitmanagement
- Aufgabenbeginn und Prokrastination
- Umgang mit Ablenkbarkeit
- Impulskontrolle
- Emotionsregulation
- Problemlösestrategien
- hilfreiche Routinen und äußere Strukturen
- belastende Selbstbewertungen
Verhaltenstherapie bedeutet dabei nicht, vermeintlich mangelnde „Disziplin“ zu trainieren.
Vielmehr geht es darum, Bedingungen des eigenen Verhaltens zu verstehen und Strategien zu entwickeln, die im Alltag tatsächlich umsetzbar sind.
Ziel ist nicht, einen Menschen an ein vorgegebenes Ideal anzupassen.
Ziel ist ein Alltag, der besser zur eigenen Funktionsweise passt und weniger von Überforderung und mehr von Selbststeuerung geprägt ist.
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